Restaurierungen

Gesellschaft der Freunde des Klosters Preetz

Abgeschlossene Restaurierungsarbeiten


Seit dem Jahr 1992 konnten nachstehend dargestellte

Restaurierungsarbeiten in der Klosterkirche abgeschlossen werden.


Immer wenn es unsere finanziellen Mittel zulassen, werden von den

12 unterschiedlichen Epitaphen die sich in der Klosterkirche

befinden, welche zum Restaurieren fortgegeben.

Ein sehr großer Teil dieser wertvollen Gedenktafeln erstrahlt

wieder in neuem Glanz.  

Epitaphen/Gedenktafeln©Gesellschaft der Freunde des Klosters Preetz e.V.
2.Klosterglocke©Klosterfreunde Preetz
Klosterorgel von 1573 © Klosterfreunde Preetz

Restaurierung 1992

Die im zweiten Weltkrieg abgehängte und dem Staat überlassene zweite Glocke wurde neu gegossen und in der Kirche wieder aufgehängt.

Restaurierung 1994

Die barocke Kanzel von 1674 mit dem Evangelisten
und der Paulusfigur konnte restauriert werden.



Restaurierung  2000

Die aus dem Jahr 1573 stammende Klosterorgel vereinigt
frühbarocke, barocke und romantische Elemente.
1838 wurde der Orgel im Zuge einer behutsamen

romantisierenden Überarbeitung die heutige Gestalt gegeben.

Geschichte der historisches Orgel

Die Orgel der Preetzer Klosterkirche ist eines der kostbarsten klingenden Denkmäler im Lande.

Die erste Erwähnung einer Orgel im Preetzer Kloster datiert von 1427.

1573 baute der Hamburger Orgelbauer Hans Köster ein neues Instrument, das seitlich in der Nähe des Chores aufgestellt wurde. Diese Orgel bildete den Kern des Hauptwerkes der Ahasverus-Schütze-Orgel aus dem Jahre 1686 im Westen der Klosterkirche. Wer den Prospekt – die „Schauseite“ – der Orgel betrachtet, wird unschwer erkennen können, dass Hauptwerk und Rückpositiv verschiedenen Epochen zuzuordnen sind. Eine Preetzer Besonderheit sind die großen hölzernen Prospektpfeifen der Pedaltürme in der Klosterkirche (Daniel Busch) und in der Stadtkirche (Nikolei Plambeck). Die Klosterorgel hat 25 Register auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal, davon sind 18 Stimmen aus dem 16., 17. und 18. Jhd. Das Instrument wurde 1999 von der Firma Marcussen in Apenrade restauriert. Am 1. Juni 2000 weihte Bischof Ludwig Kohlwage in Anwesenheit der Priörin Irmela Gräfin Brockdorf-Ahlefeldt, des Klosterprobsten Albrecht Graf Brockdorff-Ahlefeldt und der Ministerpräsidentin Heide Simonis das „Kulturdenkmal von nationalem Rang“ mit den Worten ein: „Diese restaurierte alte Orgel soll Gott zu Ehren, der Gemeinde zur Freude und den Menschen zum Troste erklingen.“

Lageplan Kloster Preetz®Klosterfreunde Preetz
Klosteruhr©Klosterfreunde Preetz
Buch im Chore © Klosterfreunde  Preetz
Wappentafeln©Gesellschaft der Freunde des Klosters Preetz e.V.
Johannesfigur 16.Jahrhundert © Klosterfreunde Preetz
Prophetenbildnisse 17.JH. © Klosterfreunde Preetz
 Schmerzensmann, 15. Jh.© Klosterfreunde Preetz
 Kreuztragender, 15. Jh. © Klosterfreunde Preetz.
 Palmesel-Christus, ca 13. Jh. © Klosterfreunde Preetz

Lageplan des Klosters 2001

Der Lageplan im Torhaus und die Erläuterungstafeln auf dem historischen Klostergelände konnten in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Ene Perlbach erstellt werden.


Restaurierung 2002

Die aus dem Jahr 1788 stammende Klosteruhr wurde generalüberholt und schlägt nun wieder im Halb-,
bzw. Stundentakt.


Restaurierung 2003

Das berühmte Buch im Chore der Priörin Anna von Buchwald vom Ende des 15. Jahrhunderts, stellt in sehr detailierter Form das Klosterleben und die Herrschaftsformen der damaligen Zeit vor und ist dadurch bedingt, ein unschätzbares Zeitzeugnis. Dieses Buch bedurfte einer sehr umfangreichen Restaurierung, welche wir  im Jahr 2003 einschließlich einer vollständigen Digitalisierung, ermöglichen konnten.

Restaurierung 2004

Die im südlichen Seitenschiff der Kirche aufgehängten Wappentafeln,
auf denen die Priörinnen, Konventualinnen und Klosterpröbste aufgelistet sind. Sie stammt  aus dem Ende des 18. Jahrhunderts 
und wurde in einer sehr aufwändigen Restaurierung fertig gestellt.

Restaurierung 2007

Im November 2007 konnten wir die Restaurierung der spätgotischen Johannesfigur veranlassen. Die Restaurierung dieser Johannesfigur konnte im April 2008 abgeschlossen werden.

Die Figur des Johannes Evangelisten stammt wohl aus einer Kreuzgruppe vom Beginn des 16. Jh., dessen zugehöriges Kruzifix nicht mehr erhalten ist.


©Dipl.-Restauratoren VDR Dorothée Simmert & Markus Freitag, Rieseby/Kiel

 Restaurierung 2008

In den Monaten Juli und August 2008, wo es in der Klosterkirche am
wärmsten ist, konnte endlich mit den Restaurierungsarbeiten an den Prophetenbildnissen begonnen werden.
Das Westgestühl von ca.
1335-1340 stellt den ältesten Teil des gotischen Nonnengestühls dar.

Es wird mit Baldachinen aus holzsichtigen, geschnitzten Maßwerk-
wimpergen bekrönt, deren Rücklagen alternierend aus blauem bzw. rot
gefärbtem Stoffgewebe bestand. Die Färbung ist heute stark ausgeblichen.
Die Malereien in Ölfarben stammen aus der Mitte des 17. Jh. und entspricht
zeitlich den barocken Übermalungen an den seitlichen Gestühlen.

©Dipl.-Restauratoren VDR Dorothée Simmert & Markus Freitag, Rieseby/Kiel

Restaurierung 2009

Der Schmerzensmann, 15. Jh.

Der Schmerzensmann aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt

vermutlich aus der Werkstatt des Meisters der Möllner Altarfiguren

(s. Dehio, Schleswig-Holstein, S. 698) und stellt mit zwei weiteren

Figuren aus dem Kloster Preetz eine Szene aus den Stationen

der Passion Christi dar.

Restaurierung Kreuztragender, 15. Jh.

Die Figur des Kreuztragenden Christus stammt wohl aus der Mitte des 15. Jh. Sie bildet zusammen mit den ebenfalls zum Kloster gehörenden Darstellungen eines zeitgleichen Schmerzensmannes und der noch ältere Skulptur eines Palmesel-Christus (um 1300) einen selten umfassenden Bestand an Bildwerken aus dem Passionszyklus.

Palmesel-Christus, ca 13. Jh.

Die Figur des Palmesel-Christus stammt wohl aus der Zeit um 1300 und stellt damit eine frühe und für Norddeutschland eine seltene Darstellung dieses Bildthemas dar. Sie bildet zusammen mit den ebenfalls zum Kloster gehörenden Darstellungen eines Schmerzensmannes und eines Kreuztragenden Christus, beide aus der Mitte des 15 Jh. einen umfassenden Bestand an Bildwerken aus dem Passionszyklus.

Diesen historischen Projekten folgte in der Folgezeit die Restaurierung der historischen
Bilderbibel in der Klosterkirche Preetz.


Bei der Bilderbibel handelt es sich um einen Gemäldezyklus mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament. Dieser Gemäldezyklus befindet sich in der nördlichen und südlichen Längsseite des Nonnengestühls, das um 1700 Logenreihen mit Fensterbrüstungen vorgeblendet wurde. Es handelt sich um insgesamt 139 Bilder, die in zwei Reihen übereinander angeordnet sind. Die Rückwand des Nonnengestühls ist aus Eichenholz und war ursprünglich mit einer Bemalung in Öl von der Hand des Meisters Peter, aus Lübeck, um 1490 ausgestattet. Bei den heute sichtbaren Gemälden handelt es sich um Malereien aus dem 17. Jahrhundert. Sie zeigen auf der Südseite Abbildungen aus dem Alten und Neuen Testament, auf der Nordseite alttestamentliche Bildnisse der Propheten, Apostel und Heiligen.